Hermann-Allmers-Preis für Heimatforschung

in der Fassung vom 1. September 2010

Die Stadt Bremerhaven, die Stadt Cuxhaven, der Kreis Land Hadeln und der Landkreis Wesermünde haben aus Anlass des 75jährigen Jubiläums des Heimatbundes der Männer vom Morgenstern am 25. August 1957 den „Hermann-Allmers-Preis für Heimatforschung“ gestiftet. Die Stiftung ist in einer besonderen Urkunde niedergelegt.

Mit dem heutigen Tage tritt der Landkreis Wesermarsch mit Sitz in Brake dem Kreis der Stifter bei und der Rüstringer Heimatbund e. V. mit Sitz in Nordenham dem begünstigten Heimatbund der Männer vom Morgenstern e. V. mit gleichen Rechten und Pflichten zur Seite. Beide Körperschaften werden mit dem heutigen Tage Mitglieder des Kuratoriums zur Vergabe des Hermann-Allmers-Preises.
Zur Durchführung der Stiftung haben die Stadt Bremerhaven, die Stadt Cuxhaven, der Landkreis Cuxhaven (als Rechtsnachfolger der Kreise Land Hadeln und Wesermünde) und der Landkreis Wesermarsch im Einvernehmen mit dem Vorstand des Heimatbundes der Männer vom Morgenstern und dem Vorstand des Rüstringer Heimatbundes der am 5. März 1981 zuletzt geänderten Satzung des Hermann-Allmers-Preises folgende neue Fassung gegeben:

  1. Über die Verleihung des Hermann-Allmers-Preises entscheidet ein Preisgericht, das aus wenigstens jeweils einem Vertreter der Stadt Bremerhaven, des Landkreises Cuxhaven, der Stadt Cuxhaven, des Landkreises Wesermarsch sowie des Heimatbundes der Männer vom Morgenstern und des Rüstringer Heimatbundes besteht.
    Unabhängig von der Zahl der entsandten Vertreter führen im Preisgericht der Landkreis Cuxhaven, der Landkreis Wesermarsch und die Stadt Bremerhaven jeweils 3 Stimmen, die Stadt Cuxhaven 2 Stimmen sowie der Heimatbund der Männer vom Morgenstern und der Rüstringer Heimatbund jeweils 5 Stimmen.
  2. Bei der Preisverteilung sind die in der Stiftungsurkunde vom 25.08.1957 niedergelegten Grundsätze zu beachten; dabei ist der Begriff der Heimatforschung im weitesten Umfange auszulegen.
    Der Preis dient der Anerkennung und/oder Förderung besonderer Leistungen auf den Gebieten, die der Heimatbund der Männer vom Morgenstern und der Rüstringer Heimatbund nach ihren Satzungen zu ihren Aufgaben zählen. Das sind

    die Heimat an Weser- und Elbemündung, ihre Geschichte und Natur zu erforschen und die Heimatliebe zu fördern,
    die Kultur und Natur dieser Heimat zu pflegen und zu schützen,
    die niederdeutsche Sprache lebendig zu erhalten und
    das Schrifttum an Elbe- und Wesermündung zu fördern.

  3. Das Preisgeld des Hermann-Allmers-Preises wird in Höhe von jeweils 700 Euro durch den Landkreis Cuxhaven, den Landkreis Wesermarsch und die Stadt Bremerhaven aufgebracht, die Stadt Cuxhaven und die beiden Heimatbünde tragen jeweils 300 Euro. Der Preis, der nach der Stiftungsurkunde in jedem zweiten Jahr verliehen werden soll, kann im Ganzen oder verteilt vergeben werden.
    Liegen Leistungen, die einer Auszeichnung würdig sind, nicht vor, so kann die Preisverteilung auf ein oder zwei Jahre ausgesetzt werden. Im letzten Falle kann die Preisverteilung mit der Zuerkennung des dann erneut zu vergebenden Preises verbunden werden.
  4. Die Entscheidungen des Preisgerichts sind endgültig. Berufungen dagegen, auch eine Anfechtung im gerichtlichen Verfahren, sind ausgeschlossen.
  5. Über die Verleihung des Preises wird eine Urkunde ausgestellt. Sie ist von den Stiftern und den Vorsitzenden der beiden Heimatbünde zu unterzeichnen.
  6. Die Urkunde über die Verleihung des Preises ist in einer öffentlichen Sitzung in feierlicher Form auszuhändigen. Neben dem Preisträger sind die Preisträger der früheren Preisverleihungen zu laden, außerdem um die Geschichte und Forschung der engeren Heimat verdiente Persönlichkeiten.
    Als Zeitpunkt der feierlichen Preisverleihung soll nach Möglichkeit ein Tag gewählt werden, der für die engere Heimatgeschichte von besonderer Bedeutung ist.
    Die Vorbereitung für die feierliche Preisverleihung trifft die Körperschaft, in deren Gebiet die Preisverleihung stattfindet, im Einvernehmen mit dem Preisgericht.
  7. Entscheidungen, die unmittelbar mit der Zuerkennung des Preises im Zusammenhang stehen, bedürfen einer ¾-Mehrheit der Stimmen im Preisgericht. Für sonstige Beschlüsse genügt die einfache Mehrheit.
    Das Preisgericht ist beschlussfähig, wenn jeweils wenigstens ein Vertreter der sechs beteiligten Körperschaften anwesend ist.
    Zwischen Ladung und Sitzung muss eine Frist von mindestens 2 Wochen liegen. In Eilfällen kann der Vorsitzende die Frist mit schriftlicher Begründung auf 3 Tage abkürzen. Das Preisgericht muß in seiner Sitzung die Notwendigkeit der Fristverkürzung ausdrücklich anerkennen.
  8. Die Verwaltung und Geschäftsführung für alle mit dem Preise verbundenen Angelegenheiten obliegen dem Vorstand des Heimatbundes der Männer vom Morgenstern. Der Vorsitzende der Männer vom Morgenstern ist zugleich Vorsitzender des Preisgerichts, zu dessen Sitzungen er einlädt.
  9. Die Neufassung der Satzung tritt am Tage nach Zustimmung der Stifter und der beiden Heimatbünde in Kraft.
  10. Eine Änderung der Satzung kann nur gemeinsam von den Stiftern im Einvernehmen mit den beiden Heimatbünden vorgenommen werden.

Ausgefertigt in Rechtenfleth am 1. September 2010