Geschichte

Der Heimat der Männer vom Morgenstern mit Sitz in Bremerhaven gehört mit seinen mehr als 1200 (seit 1909 auch weiblichen) Mitgliedern zu den bekanntesten heimatkundlichen Vereinigungen in Nordwestdeutschland.

1882 gründete der Dichter und Publizist Hermann Allmers (1821-1902) gemeinsam mit Wurster Hofbesitzern und Honoratioren aus den Bremerhavener Vorgängergemeinden im Gasthof Schloß Morgenstern die gesellige Runde der Männer vom Morgenstern. Der Wirkungsbereich des bald daraus entstandenen Heimatbundes erweiterte sich rasch auf die gesamte Region zwischen Elb- und Wesermündung.

Der Gasthof Schloß Morgenstern steht an der Stelle der Zwingburg Morgenstern des Bremer Landesherrn, Erzbischof Christoph. Die Wurster Bauern, die sich auf ihre von Karl dem Großen zugesagte Freiheit beriefen, schleiften 1518 die gerade fertiggestellte Burg. Auch wenn die Wurster ihre Freiheit 1525 endgültig verloren, gilt der Aufstand von 1517 als Sinnbild des Freiheitskampfs.

Seit 2012 hat der Verein seinen Sitz im ehemaligen Gasthof Schloß Morgenstern. Dieser bietet nach durchgreifendem Rückbau, Erweiterung und Renovierung durch den Besitzer bremenports Platz für die Bibliothek, einige der Arbeitsgruppen und Räume für Treffen und kleine Veranstaltungen. Das Friesenzimmer, auf Allmers Anregung gestaltet, steht als historischer Gastraum und Zeugnis für das Wirken von Hermann Allmers in der Region unter Denkmalschutz.

Ziele

Allmers wählte für seinen Heimatbund gezielt den Namen Männer vom Morgenstern.

Er verweist damit auf den Kampf um die bürgerliche Freiheit im Mittelalter und zu seiner Zeit. Diese politische Intention bezeugen die Wandsprüche im Friesenzimmer.

Satzungsgemäß wollen die Männer vom Morgernstern

  • die Heimat, ihre Geschichte und Natur erforschen,
  • die Kultur und Natur der Heimat pflegen und schützen,
  • die niederdeutsche Sprache lebendig erhalten,
  • die familienkundliche Forschung unterstützen,
  • das Schrifttum dieser Bereiche besonders fördern.

Publikationen

Das Jahrbuch der Männer vom Morgenstern erscheint jährlich seit 1898. Es enthält Beiträge aus unterschiedlichen Bereichen der landeskundlichen Forschung.

Die Reihe der Sonderveröffentlichungen ermöglicht die Publikation von orts-, familien- und themenbezogenen Forschungen aus der Region.

Die Hefte der Quellen zur Familienforschung zwischen Elb- und Wesermündung bieten Transskriptionen schwer lesbarer Quellen.

Das Niederdeutsche Heimatblatt mit kurzen heimatkundlichen und historischen Beiträgen erscheint monatlich als Beilage der Nordsee-Zeitung und als Onlinepublikation auf der Homepage des Vereins.

Stiftungen und Preise

Die Mühlenstiftung der MvM fördert schwerpunktmäßig Mühlen, aber auch andere Projekte, die den Zielen der Satzung der MvM entsprechen.

Der Hermann-Allmers-Preis für Heimatforschung der MvM wird seit 1957 alle zwei Jahre verliehen, gemeinsam mit den Städten Bremerhaven und Cuxhaven sowie dem Landkreis Cuxhaven; seit 2011 gehören auch der Rüstringer Heimatbund und der Landkreis Wesermarsch zum Stiftungsrat.

Die Männer vom Morgenstern sind Mitglied der Wittheit zu Bremen und Mitträger des Bremer Preises für Heimatforschung. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit anderen Kulturinstitutionen der Region, Museen, Archiven, Verbänden und Bibliotheken.